Meißnerwochen gestartet

Meißnerwochen 2013

Hermann Lietz-Schüler aus Haubinda im Archiv
Nach einer etwa vierstündigen Anreise aus der reformpädagogischen Hermann Lietz-Schule Haubinda in Thüringen erklammen die 19 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-9 den (mit Gepäck doch etwas steiler wirkenden) Berg der zur Burg Ludwigstein führt. Nach kurzer Verschnaufpause im Burghof gab es für alle hungrigen Neuankömmlinge stärkenden Kuchen und dann ging es auch schon los mit dem Programm. Am Nachmittag wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst durch eine sehr ansprechende, schülerfreundliche und interessante Burgführung mit ihrem „Übergangszuhause für die nächsten 4 Tage“ bekannt gemacht. Hierbei lernten sie zum Beispiel, warum der Rittersaal nicht Pferdestall heißt und warum in den Mauern der Burg verschiedene Gesichter zu sehen sind.

Nach der Burgführung ging es dann mit der gesamten Gruppe ins Archiv der deutschen Jugendbewegung. Die Kinder bekamen die einmalige Gelegenheit, sich in dem Archiv umzuschauen und durften Fotos, Dokumente und andere tolle Dinge (welche durch Zauberhand in den Archivräumen bereits auf sie gewartet haben und erstaunlicherweise alle mit ihrer Schule zu tun hatten) betrachten. Nach diesem sehr ereignisreichen Nachmittag gab es dann ein sehr reichliches Abendessen bei dem auch der hungrigste Schüler satt wurde und somit gestärkt war für die letzte Aufgabe dieses ersten Tages. Um 20 Uhr trafen sich alle im Meißnerzimmer und bekamen die den Jahrgangsstufen entsprechenden Aufgaben, die sie entweder einzeln oder in Gruppen bearbeiten sollen. Nach 60 Minuten wurden die Schülerinnen und Schüler in ihren wohlverdienten „Feierabend“ entlassen.

Der nächste Morgen begann nach einem leckeren gemeinsamen Frühstück wieder mit vollem Programm. Es ging zurück ins Archiv und die Schüler wurden in Gruppen aufgeteilt und durften sich je ein Thema aussuchen, welche am Vortag von den Lehrerinnen und den Archivmitarbeitern besprochen wurden. Die Schüler hatten nun circa 2 Stunden Zeit sich intensiv mit den gewählten Themen auseinanderzusetzen, ein Plakat zu gestalten und eine Präsentation vorzubereiten. Sie wurden hierbei von allen Anwesenden tatkräftig unterstützt und motiviert. Die Themen waren sehr interessant und wurden von allen Schülerinnen und Schülern gut bearbeitet. Die Kleineren aus den 5. und 6. Klassen setzten sich mit den Themen „Jungen und Mädchen bei den Wandervögeln“ und „Haubinda vor 100 Jahren“ auseinander. Die Großen aus den 7. bis 9. Klassen lasen sich in die Themen „Wandervögel“, „Zeitschriften um 1910“ und „Der freideutsche Jugendtag“ ein. Die Präsentationen, welche durchweg sehr informativ waren, stellten den Abschluss der Recherchearbeit im Archiv dar. Viele der Schülerinnen und Schüler haben durch diese Arbeit einiges erfahren, wovon sie zuvor noch nie gehört hatten. Für sie war es bestimmt sehr interessant zu erfahren, wie ihre „Schulvorfahren“ früher gelebt haben. Allein die Tatsache, dass die Schüler früher für alles was sie konsumierten selbst sorgen mussten, war eine Information, welche die Kinder vielleicht mehr wertschätzen lässt, was sie jeden Tag im Speisesaal kredenzt bekommen.

Nathalie Neumark / Pädagogikstudentin

Mehr zum laufenden Programm der Meißnerwochen findet sich hier: http://www.der-dritte-ring.de/pdf/Meissnerprogramm.pdf

→ zu den Bildern

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