Reiche reife Vielfalt

Erntezeit auf Burg Ludwigstein
Das unsere liebe Burg in DER Kirschregion schlechthin steht ist ja weithin bekannt. Zum Kirschenfest konnten dieses Jahr zwar wieder keine der knallroten Früchte geerntet werden, dafür war es noch zu früh, doch schon kurz darauf trugen die vielen Bäume entlang der Straße und des Parkplatzes wieder und boten ihr reiches Kirschsortiment dar. Aber was ist mit dem ganzen anderen Rest der hier so wächst?
Im Mai strotzte die Hollunderblüte und nun hängen die Dolden schwer von schwarzen Perlen. Die Brombeeren sind so prall und saftig, dass sie beim Pflücken noch in de Hand brechen. Zwetschgen, Pflaumen und Mirabellen übertreffen sich in ihren Rot- bis Lilatönen. Die Äste hängen so schwer, dass die Bäume lieber diese abwerfen als die einzelnen Früchte. Und die ersten Äpfel und Birnen verteilen ihren süßlichen Duft über die Streuobstwiese, derweilen der Wein sich etwas extra Zeit zum gemächlichen Reifen gönnt und die ausklingende Sommersonne genießt. Von den vielen Kräuterpflanzen im Burggarten will ich gar nicht erst anfangen.
Kaum einer wahrt den Überblick, wie reich der Burgberg eigentlich mit nützlichem und vorallem essbarem Pflanzengut überwachsen ist. Und auch wenn, zum ausgiebigen Eintragen und Verarbeiten fehlt, den fleißigen Angestellten der Burg, schlichtweg die Zeit.

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Dieses Jahr haben sich Zippo und ich an die Aufgabe gewagt erste Bestände ein zu holen und, als leicht zu lagernde und schmackhafte Kost, in Form von Marmeladen und Muß, ein zu kochen. Bisher zieren bereits Brombeermarmelade, Hollunderblüten- und Beerengelee und Hagebuttenmuß unser kleines Lagerregal in der Jugendbildungsstätte. Ja, sogar an die Rosenfrucht haben wir uns probeweise mal gewagt und das Ergebnis kann sich sehen, und schmecken, lassen. Und all dies nur mit den Obstbeständen der Burg. Nur einen Bruchteil konnten wir davon überhaupt verarbeiten und sogar ein Entsafter wurde extra angeschafft. Es ist eine tolle Arbeit und sie gibt einem ein neues Gefühl für die Unsteten der Natur. Schon seit Wochen können wir den Früchten beim Reifen zusehen und beobachten wie sie nahezu täglich an Größe und Farbe gewinnen.
Diese Woche folgen dann noch die Pflaumen und Zwetschgen in unserer Reihe. Auf dem Markt der Jugendbewegung am 3. Oktober, hier oben auf der Burg, sollen die Ergebnisse dann verkauft werden. Wir hoffen sie finden Anklang.

Erntezeit_120Mit den vielen Äpfeln und Birnen haben wir noch etwas ganz besonderes geplant: Am letzten Septemberwochenende, vom 28.- 29.09 wollen wir, unter anderem, zum Einstieg in die Meißnerwoche, eine Werkkgilde „Ernte“ anbieten. Mit hoffentlich vielen helfenden Händen wollen wir die Bäume der Streuobstwiese plündern und zu allem verarbeiten, was die kreative Apfelküche hergibt. Was dabei rum kommt soll dann ebenfalls ein paar Tage später auf dem Markt verkauft, der Burgküche fürs Frühstücksbuffet gespendet oder natürlich direkt vor Ort verzehrt werden.
Drumherum bietet die Jugendbildungsstätte noch ein vielseitiges und spannendes Programm rund um das Thema Meißner und Jugendbewegung, mit einer Vielzahl interessanter Redner und Angebote das sich über die gesamte Meißnerwoche bis zum Abschluss am 6. Oktober erstreckt. Das ist ohne Frage einen Abstecher wert! Eine erste Übersicht dazu gibt es hier.
Alle die dazu vorbeischauen und teilnehmen wollen und natürlich alle, die sich als kreative Ernte- und Küchenhelfer für zwei fruchtige Tage angesprochen fühlen sind natürlich herzlich eingeladen. Anmeldungen werden gerne noch vom Burgbüro entgegen genommen.

Wir alle freuen uns!
Papagena

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