Tolle Tage auf der Burg Ludwigstein mit echten „Grenzerfahrungen“

Burg_Ludwigstein_Schulklassenprogramm(von Paula Müller, Moritz Stark und bs) Gespannt und voller Erwartung ging es zum Schuljahresabschluss ins ehemalige innerdeutsche Grenzgebiet Richtung Witzenhausen. Doch nicht nur geschichtlich wurden wir mit dem Thema „Grenze“ konfrontiert, nein auch körperlich wurden die meisten von uns an ihre „Grenze“ gebracht. Verantwortlich dafür waren eine spektakuläre Kanutour auf der Werra und eine Biketour zum Grenzmuseum Schifflersgrund.

Doch nun der Reihe nach. Am Montag, dem 1. Juli 2013, reisten wir – das sind die beiden Realschulklassen 8bR und 8dR der Jahnschule Hünfeld – mit zwei Bussen von Hünfeld nach Witzenhausen zur Jugendburg Ludwigstein. Die Laune war bestens, das Wetter hervorragend und die Landschaft wirklich beeindruckend. Nach dem Einchecken und einem schmackhaften Mittagessen ging es sofort zum Kanufahren auf die Werra, dem ehemaligen innerdeutschen Grenzfluss. Nach einer kurzen Busfahrt Richtung Bad Sooden- Allendorf gab es am Treffpunkt an der Werra eine kurze Einweisung. Unser Ziel – war Werleshausen!
Aber, wie sollte das klappen? 60 Jahnschüler + 6 Betreuer und Lehrer in geschätzten 15 Kanus in den Fluten der Werra. Ein Kompliment an alle ! Außer zwei gekenterten Booten verlief alles perfekt! Die Kanutour endete krass, das heißt für einige ziemlich nass! (Oh, ein Paarreim)! Voller Tatendrang wurden einige „Werraopfer“ (zumeist Mädels) in die Fluten geworfen.
Nach dieser ersten „Grenzerfahrung“ und einer gechillten Abendphase lagen wir alle pünktlich um 21.30 Uhr im Bett…

Um so erstaunlicher war es, dass einige Schüler ziemlich missgelaunt und erschöpft am nächsten Morgen am Frühstückstisch saßen.

Am Dienstag stand eine History Trekking-Tour zum Grenzmuseum Schifflersgrund auf dem Programm. Es wurden zwei Gruppen gebildet, die letztlich die gleichen Programmpunkte absolvierten. Zunächst fuhren wir ca. 12 km – gefühlt waren es aber mindestens 20 – per Mountain- bike Richtung Grenzmusuem. In Lindewerra gab es den ersten Stopp.
Stephan Sommerfeld von der Jugendbildungsstätte, der uns programmmäßig betreute, berichtete über einen missglückten Fluchtversuch aus dem Jahr 1979 an der innerdeutschen Grenze. Dabei bezog er sich auf einen echten Stasiaktenauszug. So mancher von uns war ziemlich geschockt davon, wie man damals in der DDR mit Menschen umging. Das Todesopfer war erst 15 Jahre!
Am Schifflersgrund angekommen waren wir ganz schön fertig. So mancher von uns stammelte : „Das war echt grenzwertig“. Doch eigentlich war die Stresstour mit diesen wirklich super -coolen bikes ein echtes Highlight. Nach einer kleinen Pause und viel Aqua minerale begann eine Führung zur ehemaligen innerdeutschen Grenze.
Doch ziemlich ermüdet konnten wir nicht immer den Ausführungen des Experten vom Grenzmuseum folgen. Manchmal ist etwas weniger mehr, zumal es ja so warm war.
Als auch dies überstanden war ging es zu Fuß zurück nach Bad Sooden Allendorf und von hier aus mit dem Bus zurück zur Burg. Übrigens hatten wir uns (Herr Gössel wohl auch) die Innenstadt etwas anders vorgestellt!! Nach einem reichlichen Abendessen (übrigens warm – mittags gabs ein „Fresspaket“) wurden die gestressten Gliedmaßen gepflegt und es wurde „gechillt“.

Schließlich der Abschiedstag. Nach einer „erholsamen“ und erneut „ruhigen Nacht“ wurden am Morgen die Koffer gepackt und die Zimmer geräumt.
Anschließend bildeten sich zwei Gruppen: die „harten Hunde“ und die „müden Weicheier“.
Die „harten Hunde“ versuchten auch den letzten Hürde zu überwinden und die Burg Hanstein zu erklimmen. Die müden Weicheier hingegen leckten ihre körperlichen und seelischen Wunden auf der Burg Ludwigstein.

Ausführliche Infos zu den Schulklassenprogrammen der Jugendbildungsstätte Ludwigstein findet ihr auf den Seiten der Jugendburg Ludwigstein.
zu den → Fotos
History Trekking  Jugendbildstätte Ludwigstein

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